Amateurboxen

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen dem Amateur- und Profiboxsport.
Die Regeln für den Amateurboxsport, bei dem im Gegensatz zum Profiboxen der
sportliche Vergleich eher im Vordergrund steht, werden von der AIBA, dem
Weltverband des Amateurboxsports festgelegt. Diese Regeln sind zugleich die
Grundlage für das Boxen als olympische Disziplin. Somit ist die Teilnahme an
olympischen Spielen nur Amateurboxern gestattet, die dem Weltverband AIBA
angehören. Amateur- und Profiboxsport haben unterschiedliche Regeln und sind von
Technik und Taktik her nur begrenzt vergleichbar. Darüber hinaus gibt es im
Profibereich kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Verbänden.
Ein
Kampf der Amateure wird normalerweise in vier Runden zu je zwei Minuten Länge
ausgetragen. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Treffer wird anerkannt,
wenn mindestens drei der fünf Punktrichter einen Schlag innerhalb einer Sekunde
als Treffer anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser
wertet die Eingaben aus und zeigt die Treffer an. Dieses System soll die Urteile
nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Das Tragen eines
Kopfschutzes und eines ärmellosen Trikots ist bei Amateurboxkämpfen Pflicht. Das
Trikot muss sich von der Hose farblich deutlich unterscheiden, damit die
Gürtellinie klar erkennbar ist. Bei Boxhandschuhen im Amateursport ist die
erlaubte Trefferfläche weiß markiert, um dem Kampfgericht das Erkennen
regelwidriger Treffer zu erleichtern.

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